|
Es
gibt Filme, die lassen einen auch nach Jahren nicht los. Du liest
was drüber und denkst: Irre, den Film mußt du mal sehen, mal zeigen,
nur einmal und alles ist wunderbar. Dann vergißt du es wieder, aber
nicht ganz und dann taucht er wieder auf. Hier ist er, nur bei uns
zu sehen, eine neue 35mm-Filmkopie, beste Farben, so schrieb der
Co-Regisseur, Bruce Kimmel, und er ist schon ein bißchen nervös,
daß sein Filmschatz die lange Reise machen wird von Hollywood zu
unserem Festival. Das ist Kino pur. Fast schon so bizarr wie die
Idee dem doch schon etwas angestaubten Genre des Nudie-Filmes neuen
Atem einzuhauchen durch die Vermischung mit einem Filmgenre, das
bis dahin eher durch Glitzer, Glamour und Kostüme beeindruckte:
dem Musical. Die Geschichte ist schnell erzählt, eine runtergekommene
Pornofilm-Produktionsklitsche ist auf der Suche nach einer rettenden
Geschichtsidee und erfindet das Nudisten-Musical. Nur 2 Wochen bleiben,
um alles auf die Beine zu stellen, doch zum Schluß wird alles gut
und nackt gesungen. Fragt nicht nach den Gesangseinlagen und dem
Soundtrack, einfach nur Film genießen und jede Wette drauf, der
Film als Musical würde manch marode Berliner Gesangsbühne sanieren.
|