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Schon
in den frühen 60er Jahren präsentierten Auftritte im Fernsehen der
CSSR, vom staatlichen Label Supraphon produzierte klingende Kurzfilme
und Spielfilme wie "Kdyby tisic klarinetu" (Wenn tausend
Klarinetten...) oder Milos Formans "Konkurs" (Wettbewerb)
Inszenierungen von Liedern, die als Prototypen des Musikvideos betrachtet
werden können. In den 70ern und 80ern boten Musiksendungen wie 'Hitsaráda'
eine Plattform für clipähnliche Popsongdarbietungen. Ein Meilenstein
war der 1985 entstandene Film "Hudba ’85", eine Songinszenierungs-Anthologie
von Bands wie Garaz, Precedens, OZW, STP u.v.a. Ende der 80er produzierten
die Gruppen Laura a její tygri und Stromboli viel gezeigte Clips.
Nach der Samtenen Revolution 1989/90 entwickelte sich die Videoclipproduktion
in der CSFR (bzw. Tschechische Republik ab der 'Samtenen Scheidung'
von der Slowakei 1993) zu einem bedeutenden Zweig der dortigen Musikindustrie.
David Ondrícek und Filip Renc, die später auch Spielfilmerfolge
feierten, realisierten aufwendige Clips für Bands wie Priessnitz
oder Lucie (Rencs Clip für Sängerin Lucie Bílas 'Láska je láska'
provozierte sogar einen Skandal von Madonna-Ausmaßen). Gegenwärtig
zeigen Clips von Acts wie Ecstasy of St. Theresa, Tata Bojs oder
Uz jsme doma, dass die Clipkultur Tschechiens ihrer reichhaltigen
Tradition mit abwechslungsreichen, originellen, state of the art
Werken gerecht wird.
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