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Der
von Tito eingeschlagene 'dritte Weg' ließ Jugoslawien nach einem
anderen Rhythmus als die übrigen 'Ostblockländer' marschieren. Slowenien,
als westlichtste Teilrepublik kulturell geprägt von mediterranen
und österreichischen Einflüssen neben der slawischen Tradition,
folgte wiederum einem anderen Takt als der Rest Jugoslawiens. Slowenische
Videokunst (die von der dezentralisierten Medienstruktur Jugoslawiens
profitierte und vom slowenischen Fernsehen unterstützt wurde) war
weniger formalistisch und stand den darstellenden Künsten (Theater,
Performance, Tanz) näher als in anderen Ländern; so erschien die
Verbindung mit dem ab Ende der 70er aufkeimenden Punk und New Wave
organisch. Die daraus resultierenden Arbeiten brachen mit den damaligen
Konventionen des Musikclips. Die auch im Westen bekannten Laibach
(Videos vorwiegend von Peter Vezjak) und Borghesia (Zemira Alajbegovic
und Neven Korda gen. ZANK), mit ihren politischen und sexuellen
Tabuverletzungen, waren nur die Spitze des Eisberges. Videokunstpionier
Miha Vipotnik, Marijan Osole-Max, Mirko Simic oder Saso Podgorsek
schufen bahnbrechende Clips für u.a. Pankrti, Videosex, Demolition
Group oder Magnifico. Podgorsek machte in den 90ern für eine neue
Generation von Elektronikacts nicht-narrative Videos mit abstrakter
Animation oder found footage. Ein weiterer bekannter Regisseur ist
Ven Jemersic (Niowt, Psycho-Path).
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