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Mit
den Jazzfilmen "Kwadrat" (1972) und "Plamuz"
(1973) schuf Zbigniew Rybczynski direkte Vorläufer des Videoclips.
Nach dem Oscarpreisträger „Tango“ emigrierte Rybczynski Anfang der
80er in die USA und realisierte Videos für Art of Noise, John Lennon,
Pet Shop Boys u.v.a. Der Kreis hat sich vorläufig geschlossen, als
Rybczynski 1985 für das internationale Major-Debüt (!) seiner Landsleute
Lady Pank den Clip Minus Zero produziert. Mitte der 80er tat sich
auch ohne Rybczynski einiges in Polen. Der Synthivirtuose und Multimediapionier
Marek Bilinski produzierte 1984 das preisgekrönte Video zu 'Uciezka
z tropiku'; Bands wie Manaam oder die bereits erwähnten Lady Pank
machten Clips für den Export. Ab Ende der 80er geben Videokünstler
wie Yach Paskiewicz dem Musikclip wichtige künstlerische und infrastrukturelle
Impulse. Das von Paskiewicz initiierte Videoclipfestival in Gdansk
(mit bis zu 200 Einreichungen pro Jahr!) zeigt, dass Polens Clipproduktion
reichhaltig ist: von Mainstream Acts (Ich troje), Hiphop-Crews (Sfond
sqanska), bis zu Punkbands (Zielone Zabki) oder folklorebeeinflusste
Musiker (Brathanki, Krzysztof Krawczyk/Goran Bregovic). Und ein
gewisser Zbigniew Rybczynski führte Regie bei neueren Clips wie
'Nie znamy sie (juz)' von Stachursky, allerdings hat dieser in Lodz
lebende Regisseur nichts mit seinem älteren Namensvetter zu tun.
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