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cukorkékség - candy blue | Ungarn 1998 | 75 min.

R/B: Attila Hazai, Gergely Pohárnok; P: Duna Mühely; D: Tibor Vécsy, Tibor Kovácsy, Péter Hecker, Juli Kepes

Attila Hazai galt in den 90ern als die Stimme junger Erwachsenen zwischen Karrierestreben und Aussteigertum – einer Art Budapester Gen X. Aus Hazais Feder stammen u.a. das Drehbuch des Kultfilmes "No Girl Ever Has This Effect On Me" und die Romane 'Schizo Budapest' und 'Feri-Cukorkégség'. Seine filmische Adaption des letzteren ist gleichzeitig sein Regiedebüt, mit Kameramann Gergeley Pohárnok als Co-Regisseur. Tibor Vécsy, Frontman der der Ethnocore-Gruppe Korai Öröm (von der auch die Filmmusik stammt) spielt Feri, der nach 15 Jahren auf Achse nach Budapest zurückkehrt. Seine Entfremdung von seiner Umwelt ist so groß, dass zwischenmenschliche Begegnungen sich auf gelegentliches Grabschen reduzieren, und er erkennt nicht einmal seine eigene Mutter. Das einzige, was ihm überhaupt noch einen Kick verleiht, sind Süßigkeiten. Für einen Schokoriegel würde er jede Summe, sogar sein letztes Hemd bezahlen. In ausgebleichten Schwarzweißbildern erzählen Hazai und Pohárnok von Sinnsuche und Identitätsverlust.

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6.10. 19.00 Babylon Mitte
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