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Freitagnacht:
Laure hat ihre Kisten gepackt, um am nächsten Tag in das Apartment
ihres Freundes einzuziehen. Der Umzug macht sie nicht so richtig
glücklich, obwohl sie nicht weiß warum. Sie bricht zu einem Essen
bei Freunden auf, doch ganz Paris ist bereits von einem Stau verstopft.
Sie bietet Jean die Mitfahrt bzw. Schutz vor der Kälte in ihrem
Auto an. Die Zeit im Auto steht still, doch plötzlich bricht ein
Sturm los, ein wortloser Flirt, der zu einer wilden Fahrt wird,
vorbei an Neonreklamen und genervten Fußgängern. Die rasante Fahrt
endet irgendwo im Dickicht der Stadt, einem Hotelzimmer, in dem
die beiden die Nacht verbringen. Wie Claire Denis mit ihrer Kamerafrau
Agnes Godard und der Musik von Tinderstick Dickson Hinchlife aus
einer einfachen Geschichte einen atmosphärisch dichten Film voll
rätselhafter Schönheit entwickelt, ist meisterlich. Sie hat ein
unglaublich präzises Gespür für den Rhythmus ihres Filmes, mal befremdlich
und kühl, dann wieder mit voller Wucht und Intimität. Die Darsteller
bezwingen durch das Vermitteln von Verlangen und Einsamkeit in einem
Blick oder einer Geste und die Bilder entwickeln eine magische Kraft,
die soghaft in die Geschichte zieht.
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