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spider | Kanada 2002 | 98 Min. | OF

R: David Cronenberg; B: Patrick McGrath; P: David Cronenberg, Catherine Bailey, Samuel Hadida; K: Peter Suschitzky; D: Ralph Fiennes, Miranda Richardson, Gabriel Byrne, Lynn Redgrave

Selbst David Cronenberg hat es inzwischen schwerer mit seinen Filmen in dt. Kinos zu landen und nach einer langen Odyssee ist SPIDER nun endlich bei uns angekommen. Mit Sicherheit liegt das an dem Stoff und der Erzählweise, bewußt das Risiko kalkulierend mit seiner introvertierten Herangehensweise die Erwartungshaltungen zu unterlaufen. Wenn einer aus dem Zug steigt, wie R. Fiennes in der Anfangssequenz, wird einem schlagartig bewußt, daß hier eine verlorene Existenz versucht eine niederschmetternde Last seiner Vergangenheit loszuwerden. Und die trägt er in seinem Kopf als Visionen und Wahrneh-mungsstörungen, wieder einmal meisterhaft inszeniert, indem er eine Filmsprache erfindet, die von innen heraus erzählt. Das Gefühl sich während des Films die ganze Zeit im Kopf des Protagonisten zu befinden, ist schon beängstigend und die damit verbundene Familiengeschichte, ist natürlich der pure Horror. Nur versteht es Cronenberg wie in allen seinen Filmen den Horror so zu vermitteln, daß am Schluß wieder das Gefühl einer ganz eigenen Schönheit hängenbleibt, die selbst das schlimmste Leben schimmern läßt.

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