|
|
|
address
unknown | Korea
2001 | 117 min. | OmeU
|
| R/B:
Kim Ki-duk; K: Jung-Min Seo; P: Seung-jae Lee; D: Dong-kun Yang, Min-jung
Ban, Young-min Kim, Eun-jin Bang u.a. |
|
Drei
verlorene Teenager geistern durch die filmische Landschaft der 70er
Jahre vor dem Hintergrund einer US-Militärbasis. Chang-guk hasst
seinen Job als Hunde-schlachter. Er ist das uneheliche Kind einer
ehem. Hure und eines schwarzen US-Soldaten und lebt mit seiner Mutter
in einem umgebauten Schulbus am Rande der Stadt. Seit Jahren schreibt
sie unzählige Briefe an seinen Vater: Adressat unbekannt. Jihum
ist der Sohn eines Kriegsveteranen und schlägt sich als Gehilfe
eines mittelmäßigen Porträtmalers durchs Leben. Das Mädchen Eunok
ist Kriegshalbwaise. Bei wilden Soldatenspielen hat der Bruder ihr
ein Auge ausgeschlagen. Alle drei sind Opfer eines längst vergangenen
Krieges, aber jeder Versuch, dem Unglück zu entkommen, endet in
einer neuen Katastrophe. Romanzen enden blutig, und die Hoffnungen
der drei werden durchweg enttäuscht, in dieser karmischen Fortsetzung
von Kolonialismus, Bürgerkrieg und Besatzungszeit. Die Charaktere
verkörpern in symbolischer Form die Erfahrungen des Landes, die
Teilung, den Verlust der Autonomie und die Dehumanisierung der Menschen.
Kim Ki duk beobachtet die Verzweiflung und die Schmerzen seiner
Figuren. Es gibt keinen Ausweg. Konsequent bis zum bitteren Ende.
|
|
|