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Virgil
Bliss ist eigentlich ein schlicht und gemütlich gestrickter Typ,
der nichts weiter will, als seine Ruhe. Dazu gehört für ihn ein
normales Leben mit einem halbwegs passablen Job, einer netten Frau
und später noch ein paar Kindern. Nur das Leben läuft manchmal komplett
anders - so ist das auch bei Virgil. Als kleiner Dieb ist er in
den Knast gewandert und dorthin will er nie wieder zurück. Er lernt
Ruby kennen, die auf den Strich geht, manchmal an der Nadel hängt
und darauf hofft, irgendwie das Sorgerecht für ihren kleinen Sohn
zurückzubekommen. Ruby und Virgil tun sich zusammen, zwei angeschlagene
Existenzen, die hoffen gemeinsam eine Stärke zu finden, die sie
das Leben managen läßt. Zunächst läuft es auch gut an, Virgil kriegt
einen Job und die Dinge konsolidieren sich. Aber dann tauchen wieder
ein paar Knast-Schatten aus seiner Vergangenheit auf, und auch Ruby
muß feststellen, dass sie nur allein mit gutem Willen nicht plötzlich
zur perfekten Mutter taugt. Also müssen sie dem Glück nachhelfen
und das geht leider bekanntlich manchmal mächtig schief. VIRGIL
BLISS ist bestes US-Independent-Kino mit einer unglaublichen Nähe
zu seinen Figuren, die Dank der intimen aber nicht aufdringlichen
Arbeit mit der DV-Kamera möglich ist.
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