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Als
Chris einen Mitbewohner sucht, lernt er Yunes kennen, wie er auch
Student. Yunes ist im Jemen geboren, aber in Deutschland aufgewachsen.
Mit dem Einzug von Yunes beginnt eine wunderbare Freundschaft zwischen
den beiden, eine zunächst zaghafte, aber dann immer intensivere
Annährung zwischen zwei Menschen sich fremder Kulturen, die über
Gespräche, Gemeinschaft und Toleranz zu echter Freundschaft finden.
Aber eines Tages ist Yunes spurlos weg und ein paar Wochen nach
seinem Verschwinden fliegen in New York zwei Flugzeuge in das WTC,
der 11.9.2001. Chris bleibt zurück mit tausend offenen Fragen und
Zweifeln, er rekapituliert ihre gemeinsame Vergangenheit und Freundschaft,
aber findet keine Antwort auf die Frage, die er gleich eingangs
des Films in die Kamera spricht: "Wir waren Freunde, waren
wir das?" Dramaturgisch haben Tobias Kniebe und Elmar Fischer
den besten Weg für diese Geschichte gewählt, indem sie die lineare
Erzählstruktur gebrochen und mit einer verschachtelten Zeitstruktur
gearbeitet haben.
Fragmente, Möglichkeiten, Mutmaßungen, nichts ist mehr gewiss für
Chris in Bezug auf Yunes und der Film bringt damit universell die
einsetzende Verunsicherung nach dem 11.9. auf den Punkt. Die erste
Belohnung für die Intensität und Energie aller Beteiligten an diesem
Film war deshalb vor ein paar Wochen der Gewinn des FIRST STEPS
AWARD 2003 als bester langer Spielfilm.
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